Eine-Welt-Kreis

Mitglieder

  • Evelin Dondorf
  • Herbert Dondorf
  • Cordula Kämper
  • Bernd Platzköster
  • Heinz Stork
  • Birgit Warburg

Ansprechpartner

  • Birgit Warburg (Tel. 02853-956869)
  • Bernd Platzköster (Tel. 02853-39279)

Verkaufsort

Der Eine-Welt-Laden befindet sich in der Pfarrbücherei gegenüber der St.-Ludgerus-Kirche.

Anschrift:

Erler Str. 9

46514 Schermbeck

Öffnungszeiten

Donnerstag: 17:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Sonntag: 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr

 

Wir setzen uns ein für ...

  • faire Preise für Bauern und Handwerker in den Entwicklungsländern Südamerikas, Afrikas und Südostasiens
  • eine umweltschonende Produktion ohne Kinderarbeit
  • Projekte der Kindernothilfe, besonders für unser Patenkind "Suma" aus Bangladesh
  • "Aktion Schutzengel" im Kampf gegen Kinderprostitution und Sextourismus

 

Die Entwicklung des Eine-Welt-Ladens, Schermbeck

Die Idee zur Gründung eine "Dritte-Welt-Kreises" in Schermbeck hatten 11 Jugendliche im Oktober 1987.

 

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten:

  • Jürgen Aehling
  • Martina Alberding
  • Stephanie Arntz
  • Cornelia Bienbeck
  • Christian Golberg
  • Stefan Köster
  • Bernd Platzköster
  • Anja Ribbekamp
  • Patrick Ruloff
  • Claudia Tasse
  • Mechthild Wein

 

Die Absicht, die Handelsgewinne jenen Menschen zukommen zu lassen, welche die Produkte erzeugen, begeisterte die Gruppe.

 

Als Startkapital erhielten die Jugendlichen 1.000 DM vom Kirchenrendaten zur Verfügung gestellt.

Zunächst wurden die Waren vor der Kirche und in der Bücherei im Pfarrheim verkauft.

 

1989 bauten die Jugendlichen des "Dritte-Welt-Kreises" den ehemaligen Messdienerkeller unter der Sakristei der Ludgerus-Kirche in mühevoller Arbeit für ihre Zwecke um.

Der Nebenraum wurde zu einer Teestube höhlenartig ausgestaltet.

Seit dieser Zeit wurden diese Räume für den Verkauf der Waren aus der 3. Welt und für Gesprächsrunden genutzt.

Miete fiel dadurch nicht an.

 

Seit 1993 arbeitet der Laden schuldenfrei. Sämtliche Kredite konnten zurückgezahlt werden. Der Gewinn kommt den Produzenten in den Entwicklungsländern zugute.

 

Bis 1995 engagierten sich ausschließlich junge Leute zwischen 14 und 20 Jahren im "Dritte-Welt-Kreis".

Besonders aus den Firmgruppen kamen immer wieder neue Mädchen und Jungen in diese Arbeitsgruppte.

Sie arbeiteten meistens 2 bis 3 Jahre mit, bis sie wegen der Schulabschlussprüfungen nicht mehr genügend Zeit für ein Engagement im "Dritte-Welt-Kreis" fanden.

 

Da nach 1995 dringend neue Mitarbeiter gesucht wurden, kamen nach und nach auch ältere Erwachsene in die Gruppe.

 

Im April 2000 wurde die Bezeichnung "Dritte-Welt-Kreis" in "Eine-Welt-Kreis" umgeändert.

Damit sollte deutlich gemacht werden, dass die Menschheit weltweit voneinander abhängig ist und die Einteilung in erste, zweite und dritte Welt nicht mehr zutreffend ist.

 

Seit 2001 unterstützt der der "Eine-Welt-Kreis" mit Informationsveranstaltungen und Spenden die missio-Schutzengel-Aktion, die sich gegen Kinderprostitution und Sextourismus wendet.

 

2006 habt der "Eine-Welt-Kreis" eine Patenschaft der Kindernothilfe übernommen.

Das Geld wird für den Unterhalt und die Ausbildung von "Suma", einem Mädchen aus Bangladesh, ausgegeben.

Außerdem unterstützt der "Eine-Welt-Kreis" verschiedene Projekte der Kindernothilfe.

Die Höhe der jeweiligen Spenden für diese Aktionen und Projekte ist abhängig von den Verkaufseinnahmen und besonders von den zusätzlichen Spenden der Kunden.

 

Im Oktober 2007 feierte der "Eine-Welt-Kreis" sein 20-jähriges Bestehen.

Dazu erhielt er als Anerkennung die "missio-Schutzengel-Plakette".


2009 wurde ein problematisches Jahr für den "Eine-Welt-Kreis".

In den Laden unter der Sakristei kamen immer weniger Kunden.

Für viele ältere Leute war die Treppe in den Kellerraum zum Hindernis geworden.

Deshalb startete der "Eine-Welt-Kreis" den Versuch, ihre Verkaufsstände überall dort aufzubauen, wo sie viele potentielle Käufer erwarteten.

Aber die Schlepperei der Verkaufstische und der Waren wurde zur großen Belastung. Viele der Mitarbeiter hatten bereits Rückenprobleme.

Auch gelang es dem Kreis nicht, neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Arbeit zu gewinnen.

Deshalb entschieden sie sich schwerzen Herzens, den Laden zu schließen.

 

Da sie aber nicht einfach aufgeben wollten, schafften sie es durch Unterstützung des Teams der Pfarrbücherei und von Pfarrer Honermann eine Ecke in der Pfarrbücherei für den Verkauf der Waren zu bekommen.

 

Am 14. März 2010 konnte das Team den "Eine-Welt-Laden" in der Pfarrbüchrei an der Erler Straße neu eröffnen.

Der Zugang für gehbehinderte Menschen wurde somit optimal erleichtert und der ständige Transport der Tische und Waren entfiel.

 

2009 und 2010 unterstützte der "Eine-Welt-Kreis" das Netzwerk "Faire Kulturhauptstadt Ruhr.2010" im Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit.

Sie konnen den Bürgermeister davon überzeugen, dass die Gemeinde Schermbeck ihre Vergabepraxis so ändert, dass keine Produkte aus Kinderarbeit mehr gekauft werden.

Bürgermeister Grüter ist es gelungen, auch die anderen Bürgermeister des Kreises Wesel zu überzeugen, diese Aktion zu unterstützen.

Am 12.06.2010 unterzeichneten sie in Dortmund die Magna Charta gegen ausbeuterische Kinderarbeit.

 

Von Beginn an beteiligte sich der "Eine-Welt-Kreis" am "Marktplatz der Hilfe", anfangs mit einem eigenen Verkaufsstand und in den letzten Jahren mit einer Cafeteria zusammen mit dem Pfarreirat.

Kriterien des Fairen Handels

* fairer Preis

Im Fairen Handel wird den Produzenten für ihre Produkte ein Preis gezahlt, der deutlich über dem Weltmarktniveau liegt.

Die mexikanischen Kaffeeanbauer erhalten z.B. das Doppelte des Preises, den die internationalen Kaffeemultis zahlen.

Das gezahlte Geld geht an die Genossenschaften vor Ort, die einen Teil des Geldes für Entwicklungsmaßnahmen ausgeben, also nicht alles an die Kaffeebauern direkt auszahlen.

Wenn die Produkte also teurer sind als in den Supermärkten, so leistet der Käufer damit gleichzeitig sinnvolle Entwicklungshilfe.

* Ausschaltung von Zwischenhändlern

Die Importorganisationen, z.B. gepa oder el puente, kaufen direkt bei den Kleinbauerngenossenschaften.

Von dort geht die Ware an die regionalen Fair Handelszentren, wo die verschiedenen Weltläden einkaufen.

Ziel der Organisation gepa und el puente ist nicht die Steigerung des eigenen Profits, sondern ein fairer Preis für die Produzenten.

Das Entscheidende dabei ist, dass kein Zwischenhändler, Großhandel oder Supermarkt dabei Gewinne einstreicht, wie es sonst üblich ist.

* langfristige Abnahmegarantien

Die Bauern und Handwerker erhalten langfristige Abnahmegarantien.

Dadurch bekommen die Menschen dort mehr Planungsmöglichkeiten und mehr Sicherheit.

Eine schlechte Ernte ist dann noch keine Katastrophe.

* Möglichkeit zur Vorfinanzierung

* Förderung des ökologischen Anbaus / Bioprodukte

* keine ausbeuterische Kinderarbeit

* Einsatz für soziale Einrichtungen in den Genossenschaften

zu Gott heimgerufen:

Elfriede Böhnke

(79 Jahre)

Seelenamt:

Samstag, 30.09.2017,

10:30 Uhr in der St. Ludgerus-Kirche,

anschließend Beisetzung auf dem katholischen Friedhof

Herr, lass unsere Verstorbenen leben in Deiner Herrlichkeit!

Besucherzähler

seit März 2014:

Besucherzaehler